Nov
22
2006
Ein neues Gerät spürt sekundenschnell Alkohol oder Drogen auf. Auch Krankheiten lassen sich erkennen
Mundgeruch ist übel, kann aber wichtige Hinweise zur Diagnose von Krankheiten liefern. In der Atemluft verstecken sich zahlreiche Moleküle, die Rückschlüsse auf Stoffwechselprobleme und sogar auf Magen- oder Darmkrebs liefen können.
Von Kathrin Giese
Mittlerweile wurde bekannt, dass Hunde Krebs riechen können. Nun hat ein Schweizer Forscherteam um Renato Zenobi, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, eine Methode entwickelt, um die Bestandteile der Atemluft schnell herausfiltern zu können.
Wie die Forscher jetzt im Fachmagazin „Angewandte Chemie“ berichten, können dabei erstmals auch große, nichtflüchtige Moleküle, wie Zucker, Harnstoffe oder Eiweißbestandteile in der Atemluft nachgewiesen werden. Das war bei vergleichbaren Verfahren bislang nicht möglich und macht die neue Methode interessant. Die Stoffe bilden ein Aerosol, lösen sich also in der ausgeatmeten Luft in winzigen Tröpfchen. Ein Vorteil des Verfahrens: Die Proben müssen nicht vorbehandelt werden. Materialverluste werden so minimiert.
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Tags: Medizin, Wissen
Nov
11
2006
Weihnachten will Werbechef Christian Boros sein Penthouse in Berlin beziehen. Der ehemalige Luftschutzbunker in der Reinhardtstraße wird zum Kunsttresor.
Von Kathrin Giese
Christian Boros leistet sich eine eigene Schatzkammer. Nicht Geld und Gold, sondern Kunst will er darin bunkern. Schon Bomben sind auf den Tresor in der Reinhardtstraße in Berlin- Mitte gefallen – auch sie konnten ihm nichts anhaben. Aber Spuren sind geblieben.
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Tags: Architektur, Kunst
Nov
08
2006
Liebe im Physiklabor, das ist gar nicht so selten. „Jede zweite Physikerin ist mit einem Physiker verheiratet“, sagt Barbara Sandow, Frauenbeauftragte des Fachbereichs Physik an der FU Berlin. Doch solche Paare haben Probleme an deutschen Hochschulen.
Von Kathrin Giese
Darüber diskutierten jetzt rund 260 Teilnehmerinnen der zehnten Deutschen Physikerinnentagung. Erstmals fand das jährliche Treffen an der Technischen Universität Berlin statt.
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Tags: Physik, Wissen
Nov
06
2006
Diskussion im Max-Planck-Forum über „Lotsen in der Datenflut“ und ihre Gefahren. „Die beste Suchmaschine ist nach wie vor das menschliche Gehirn.“
Von Kathrin Giese
Jeder kennt sie, jeder nutzt sie: Die Suchmaschinen im Internet. So gut Google oder Yahoo ihre Dienste im Alltag ausführen, Expertenwissen ist mit Hilfe dieser großen Suchmaschinen nur schwer auffindbar. Bei speziellen Fragen, wie sie schon in der Recherche für Schulreferate auftauchen, stoßen die sie an ihre Grenzen. Nicht nur weil erst 20 Prozent des Weltwissens digitalisiert sind. Gängige Suchmaschinen erkennen bislang weder den Kontext noch die Mehrdeutigkeit von Suchbegriffen. Daran wird zurzeit geforscht.
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Tags: Internet, Wissen
Nov
04
2006
Nanoforscher stellen winzige Metallkügelchen her und nutzen Fett zur Formgebung. Platin ist ein edles Metall, selten und beständig. Wegen dieser Eigenschaften werden nicht nur kostbare Schmuckstücke aus dem Edelmetall gefertigt, sondern auch Laborgeräte oder Implantate.
Von Kathrin Giese
Platin wirkt als Katalysator: Es kann die Reaktionsgeschwindigkeit beschleunigen, ohne selbst dabei verbraucht zu werden. Ein Forscherteam um John A. Shelnutt, Universität von Georgia im amerikanischen Athens, hat nun eine Methode entwickelt, mit der nanoskopische, hohle Kugeln aus Platin hergestellt werden können. Wie die Forscher im Fachmagazin „Angewandte Chemie“ jetzt berichteten, ist es möglich, relativ große Nanokäfige herzustellen.
Große Oberfläche
Die Kügelchen bestehen nicht mehr aus einzelnen Partikeln, sondern aus durchgehenden, fein verästelten Platinschichten. Dadurch sind sie stabiler als ihre Vorgänger. Kugeln mit Durchmessern von bis zu 200 Nanometern (Millionstelmillimetern) und einer Schalendicke von zwei Nanometern können hergestellt werden. Dabei bieten sie eine große Oberfläche bei geringem Verbrauch an Platin.
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Tags: Wissen
Nov
01
2006
Der britische Künstler Matthew Ritchie hat viel vor: Er sucht nach der Weltformel. Die Gemeinsamkeiten zwischen Geschichte, Wissenschaft, Religion und Sprache will er aufdecken. Seine Funde verbindet er in seiner Kunst zu einem neuen Kosmos.
Von Kathrin Giese

Ein scherenschnittartiges, schwarzes Muster schlängelt sich durch den Raum. Es wirkt wie ein Steg oder eine Straße, schwebt auf etwa einem Meter Höhe durch den Raum. Darunter ein leuchtendes, farbenfrohes Bild, das an die Galaxie-Aufnahmen des Hubble-Weltraum-Teleskop erinnern. An den Wänden wiederholen sich Muster und Zeichen. Verbinden sich durch den Raum zu einem kleinen Kosmos. Ein Hologrammbild an einer der Wände verändert sich je nach Standpunkt und gibt neue Sichtweisen Preis: Sternenstaub und Symbole. Weiterlesen »
Tags: Ausstellung, Kunst, Rezension